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Im Zentrum der Einheit


Beeindruckende Momente erlebten die acht Sänger des MGV und ihre zwei Dutzend Begleiter aus Schwabsburg und Nierstein, die in das Zentrum des Weinbaugebiets Saale-Unstrut gereist waren, in die Niersteiner Partnerstadt Freyburg. Im zentralen Städtchen des Burgenlandkreises konnte man am 25. gemeinsamen Nationalfeiertag das Zentrum der Deutschen Einheit aufspüren.

Die Oberzentren Nebra, Naumburg und Zeitz waren hinter dem Vorschlag Freyburgs zurückgetreten, die zentrale Feier in der Jahn,- Wein- und Sektstadt auszurichten. Umso mehr Prominenz war aus dem Landkreis, der Landeshauptstadt Magdeburg, ja von der russischen Botschaft in Berlin und natürlich aus der westdeutschen Partnerstadt Nierstein angereist. Dies alles ist dem unermüdlichen Engagement Martin Bertlings zu verdanken, dem jetzigen Vorsitzenden des Bürgervereins Freyburg und seinerzeitigem Bürgermeister Freyburgs zur Zeit der Wende, mit dem Wolfgang Engel gemeinsam den Partnerschaftsvertrag unterzeichnet hatte. Für seine Verdienste um die Partnerschaft hatte die Stadt Nierstein Bertling ja zum diesjährigen Winzerfest zum Weinschöffen geschlagen.

Die Schwabsburger Crew war aktiver Bestandteil des Massenchors, der auf der Bühne des Freyburger Marktplatzes das musikalische Programm „Deutschland deine Lieder“ mitgestaltete. Dem waren die Grußworte und Glückwünsche der regionalen und der weit angereisten Prominenz vorausgegangen, alles unter der charmanten Moderation der Freyburger amtierenden Weinprinzessin.

In verschiedenen Formationen sangen die Dutzend Chöre das einstudierte Repertoire, mal nur Männer-, nur Frauen-, nur Kirchenchöre oder der Schulchor des Gymnasiums. Die Schwabsburger Sänger hatten die Gelegenheit von vier unterschiedlichen Chorleitern dirigiert zu werden, jeder in seinem eigenen Stil. Das stark von Volksliedern geprägte Programm fand seinen Höhepunkt in der gewaltigen Darbietung der vom Orchester begleiteten Nationalhymne, zu der sich das Publikum auf dem Marktplatz von den Plätzen erhob. Eine Atmosphäre, die Gänsehaut auslöste.

Bereits vor dem Singen hatte die Schwabsburger Abordnung dem Cheforganisator Bertling die Schwabsburger Ortsfahne als Andenken überreicht. Und auch nach der Nachmittagsveranstaltung blieben die Mitgereisten auf dem Marktplatz zusammen, um den weiteren Programmpunkten zu folgen, zu denen auch ein musikalisches Szenenspiel zur hl. Elisabeth von Thüringen gehörte, meisterlich aufgeführt von einer Weißenfelser Musicalgruppe. Selbst nach dem Feuerwerk, das mit dem Einbruch der Dunkelheit abgeschossen wurde, blieben die Geselligsten noch zusammen, um mit den Freyburger Freunden zu feiern. Der Schwabsburger Tisch wurde das kulturelle Zentrum des gemeinschaftlichen Gesangs und lockte viele Zuhörer.

Bereits am Vortag waren die Schwabsburger Enthusiasten angereist. Der erste Stopp an der ehemaligen innerdeutschen Grenze markierte die historische Bedeutung dieser Fahrt und das rheinhessische Frühstück mit Weck-Worscht-Woi machte die Sängerkehlen zum rheinland-pfälzischen Sängergruß geschmeidig. Bei Jena bot sich die Gelegenheit zum günstigen Fabrikeinkauf im Outlet-Center der Keksfabrik Griesson-de Beukelaer. In der das Hotel beherbergenden Stadt Weißenfels angekommen schlossen sich die meisten Mitfahrer der hochinteressanten Stadtführung an, während andere das Gustav-Adolf-Museum besuchten. Der Schwedenkönig war 1632 in der Schlacht von Lützen gefallen und wurde im Geleithaus von Weißenfels seziert, das in seinem Museum an die Ereignisse des 30-jährigen Krieges mit einer gigantischen Diorama-Schau erinnert. Ein bunter Abend bekrönte den ersten Tag der abwechslungsreichen Reise. Karaoke, Gesellschaftsspiele, Bilderschauen und natürlich ein opulentes Buffet rissen die Teilnehmer mit.

Das morgendliche Ziel des Feiertags war das Sonnenobservatorium Goseck, eine steinzeitliche rekonstruierte Anlage, bald 7000 Jahre alt, die die Himmelsbeobachtung unserer Vorfahren trefflich inszeniert und auch zur gesanglichen Vorbereitung auf das Nachmittagsprogramm ermunterte.

In Freyburg bestand schließlich vor dem Festprogramm Gelegenheit zum Besuch der Sektkellerei Rotkäppchen oder des Turnvater-Jahn-Museums. Jahn hatte seine letzten Lebensjahre in diesem Haus in Freyburg verbracht.

Als abschließender Clou entpuppte sich am Rückreisetag das Modellbahnland Wiehe. Das Städtchen im Kyffhäuserkreis beherbergt die größte Modelleisenbahnausstellung der Welt! Über die Nachbildung von Thüringen, die Harzbahn, das gesamte deutsche ICE-Netz, die Route des legendären Orient-Expresses London-Istanbul bis hin zu Nordamerika hat der Liebhaber Hans-Jörg-Stiegler sein Lebenswerk in unterschiedlichen Spurbreiten verwirklicht. Und darüber hinaus eine Vielzahl kultureller Ausstellungen integriert: das Geheimnis der Osterinsel, die chinesische Terrakotta-Armee, ein Modell Freyburgs, eine Bilderausstellung zu allen bekannten Templerkirchen, eine Sammlung aller Geldscheine der Welt, die Geschichte der Indianer, die Präsidenten von Mount Rushmore und das Crazy Horse, die nordamerikanische Goldgräberromantik und und und. „Kultur mit Pfiff“ hat sich Stiegler als Name für die einzigartige Kombination einfallen und schützen lassen. Eigentlich wäre dieses Ziel eine gesamte Tagesreise wert.
Die begeisterten Mitfahrer wollen ihre Erinnerungen und Bilder demnächst bei einem geselligen Nachtreffen austauschen.

 

Die fotografischen Eindrücke der beeindruckenden Fahrt finden Sie hier.

 

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