Home
Aktuelles
Home-ab
Terminkalender
Gästebuch
Kontaktformular
Wir über uns
Chorleiterin
Vorstand / Sänger
Satzung
Pressearchiv
Pressearchiv 2016
Pressearchiv 2015
Pressearchiv 2014
Pressearchiv 2012
Fotoalbum
Mitglied werden
Schlossturmrock
Schlossturmlied
Impressum


Aufrufe der Website
seit 01.01.2013

Mit guter Laune auf den Donnersberg
 

Der von den Germanen verehrte Wettergott schien ein Einsehen zu haben und belohnte die Schwabsburger Sängerfamilie mit strahlendem Ausflugwetter beim Besuch seines Thrones, dem Donnersberg, mit 687 m Höhe der höchste Gipfel der Pfalz. In die nahe Pfalz hatte es den Männergesangverein Schwabsburg mit seinen Mitgliedern und Freunden dieses Jahr gezogen und der Bus war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Gute Laune war damit garantiert, die sich im munteren Gesang der Mitfahrer ausdrückte. Der Ludwigsturm, höchster pfälzischer Ausguck, bot den Besuchern einen fantastischen Ausblick weit nach Rheinhessen, ins Rhein-Main-Gebiet und in den Pfälzerwald. Besonders hatte es den Mitfahrern die Keltenhütte angetan, die rührige Mitglieder des Pfälzerwaldvereins betreiben und die deftige Küche zu reellen Preisen anbietet. Ihr Name erinnert an die frühe Keltensiedlung auf dem Gipfel, die zur römischen Zeit friedlich verlassen wurde und deren Wall durch Archäologen abschnittsweise originalgetreu rekonstruiert wurde.
Bereits am Morgen hatte die Reisegruppe nach einem ausgiebigen Frühstück das frühere Kreisstädtchen Rockenhausen besucht. Ziel war das idyllische Turmuhrenmuseum, das Kleinode der Zeitmessung vom Mittelalter bis zur Gegenwart beherbergt. Kompetente Führerinnen vermittelten den Gästen die hohen Handwerkskünste und wissenschaftlichen Aspekte der Zeitmessung anhand eindrucksvoller Exponate.
Der Nachmittag gehörte der „kleinen Residenz“ Kirchheimbolanden. Das Ehrenmal der rheinhessischen Turner, die 1872 errichtete trauernde Germania, gehörte zum Pflichtprogramm der Rheinhessen in der Pfalz. Es erinnert an die 17 gefallen rheinhessischen Turner, die im Freiheitskrieg 1849 hier gegen die Preußen ihr Leben verloren. 

Die Reisegesellschaft in Kirchheimbolanden

 Die Reisegesellschaft in Kirchheimbolanden

 

Ein kultureller Höhepunkt war die Besichtigung der Paulskirche, der früheren Hofkirche des hier residierenden Hauses von Nassau-Weilburg. Der kultursinnigen Fürstin war es 1778 gelungen, den prominenten Wolfgang Amadeus Mozart in die kleine Residenzstadt zu holen, um auf der wertvollen Stumm-Orgel ein Konzert zu geben. „Man hat mich genöthigt, auf ihr zu spielen“, schrieb der 22-jährige Mozart damals. Die daraus zu entnehmende Abneigung ist nach den Worten von Bezirkskantor Martin Reitzig aber weniger einer geringen Qualität des genialen Instruments geschuldet, sondern der Tatsache, dass das Konzert im Januar stattfand und einzig die Fürstenloge beheizbar war. Reitzig, der die Sängerfamilie eindrucksvoll und mit Anekdoten geschmückt über Kirche und Orgel informierte, gab sogar eine viertelstündige musikalische Kostprobe, indem er das ehrwürdige Instrument facettenreich traktierte und ihm die variabelsten Töne und Klangfarben entlockte. Die aktiven Sänger bedankten sich ihrerseits mit dem Priesterchor „O Schutzgeist“ aus Mozarts Zauberflöte unter Leitung ihres Vizedirigenten Peter Weis bei dem versierten Führer und bei ihren Mitreisenden. Auch das Renaissancestück „Alta Trinita Beata“ eines unbekannten Meisters sowie das orthodoxe „Tebje Pajom“ von Dimitri Bortnianski fügten sich harmonisch in die würdige Atmosphäre des bedeutenden Gotteshauses. Herzlicher Beifall war den Aktiven gewiss.

 

Der Chor beim Singen unter der Mozartorgel in der Pauskirche

 Der Chor beim Singen unter der Mozartorgel in der Pauskirche

 

Nach einem kurzen Stadtrundgang ging es zu Fuß oder per Bus hoch zum Ausflugslokal Schillerhain, 2008 gekürt zum schönsten Biergarten der Pfalz. Der dortige Wartturm und der „Schnecken-Pavillon“ sind lohnende Ziele, die den Geist der Zeit des 19. Jahrhunderts atmen, als dieses Naherholungsgebiet angelegt wurde. Bei gutem Essen und frischem Bier feierte die Schar der Ausflügler in dem wunderschönen Ambiente mit Gesang und Akkordeonmusik den Abschluss eines erfolgreichen Ausflugstages. Nach der Auswertung von Fragebögen, die fünf aufmerksame Teilnehmer zu Themen des Ausflugs korrekt beantwortet hatten und mit einem „Sängertröpfchen“ belohnt wurden, stellte der Reiseleiter Weis fest: „Die große Nachfrage und die gute Laune hat uns in der Absicht bestärkt, derartige Tagesausflüge zu attraktiven Zielen in unserer Reichweite auch in Zukunft anzubieten. Die Sänger, Mitglieder und Freunde des Vereins danken es uns.“
 
weitere tolle Schnappschüsse vom Ausflug finden Sie im Fotoalbum